Phiro
Warum erschwingliche Möbel eine stärkere visuelle Erzählweise benötigen
Man kauft keine Schuhe mit flacher Rückenlehne.
Man kauft eine Vision.
Denn seien wir mal ehrlich…
📦Eine Kiste mit Einzelteilen,
🔧 ein Inbusschlüssel, und
⏳ die eigene Zeit ist nicht für jeden ausreichend Motivation.
Entscheiden sich Kunden für preiswerte Möbel zum Selbstaufbau, treffen sie nicht nur eine Kaufentscheidung. Sie verpflichten sich auch zu Aufwand. Sie investieren Zeit, Energie und manchmal sogar Frustration. Das bedeutet, dass der Wert des Produkts nicht allein im Produkt selbst liegt.
Es muss das verkörpern, wofür das Produkt steht.
Hier kommt dem Marketing eine entscheidende Rolle zu.
Je mehr Aufwand ein Produkt vom Kunden erfordert, desto stärker muss der emotionale Nutzen sein. Anders ausgedrückt: Wenn man Menschen dazu auffordert, es selbst zu bauen, muss man ihnen zunächst einen überzeugenden Grund liefern, es überhaupt haben zu wollen.
Ein Grund, der über die Funktionalität hinausgeht.
Warum die Umwelt wichtig ist
Ein Stuhl ist nie einfach nur ein Stuhl. Nicht im Marketing.
In einem neutralen Studioumfeld bleibt es genau das: ein Produkt. Doch platziert man denselben Stuhl in einer sorgfältig gestalteten Umgebung, ändert sich alles. Plötzlich wird er Teil von etwas Größerem.
🛋️ Eine gemütliche Ecke in einer kleinen Wohnung.
🏡 Ein erstes eigenes Zuhause, das sich wie Unabhängigkeit anfühlt.
✨ Ein Raum, der Persönlichkeit und Ambitionen widerspiegelt.
Das ist es, was Entscheidungen beeinflusst. Nicht das Objekt selbst, sondern die Geschichte, die es umgibt.
Für Marken, die mit erschwinglichen Möbeln arbeiten, ist dies umso wichtiger. Man konkurriert nicht mehr allein über Exklusivität oder handwerkliche Qualität, sondern über Relevanz, Zugänglichkeit und emotionale Bindung.
Forscher der Harvard University stellten fest, dass „Arbeit allein schon ausreichen kann, um eine größere Wertschätzung für die Früchte der eigenen Arbeit hervorzurufen. Selbst der Bau eines standardisierten Büros – eine mühsame, einsame Aufgabe – kann dazu führen, dass Menschen ihre (oftmals schlecht konstruierte) Schöpfung überbewerten.“
Manche Arbeit macht Spaß, etwa das Basteln eines Teddybären mit dem Neffen, und manche ermöglicht die individuelle Gestaltung eines Produkts, etwa die Anfertigung eines Teddybären mit dem Logo der eigenen Universität. Beides kann die Wertschätzung steigern. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Arbeit allein ausreicht, um die Freude am eigenen Werk zu erhöhen. Selbst der Bau eines standardisierten Schreibtisches, eine mühsame und einsame Aufgabe, kann dazu führen, dass Menschen ihre Kreationen überbewerten – oftmals sind diese schlecht verarbeitet. Dieses Phänomen nennen wir den „IKEA-Effekt“, benannt nach dem schwedischen Hersteller, dessen Produkte typischerweise zum Selbstaufbau geliefert werden.
Norton, Michael I., et al. “The “IKEA Effect”: When Labor Leads to Love.” SSRN Electronic Journal, vol. 22, no. 3, 2011, www.hbs.edu/faculty/Publication%20Files/11-091.pdf, https://doi.org/10.2139/ssrn.1777100.
Nachdem Michael Norton, außerordentlicher Professor an der Harvard Business School und einer der Forscher der Studie, festgestellt hatte, dass alle an „billigen Tassen und Schüsseln festhielten, die wir im Studium selbst gebaut hatten“, beschloss er, diese Theorie zu testen. Sie nannten sie den IKEA-Effekt – benannt nach dem schwedischen Möbelhaus.
Darüber hinaus erklärte er, dass Unternehmen ihren Kunden zunehmend die Möglichkeit geben, ihre Produkte mitzugestalten und zu personalisieren.
Erfahren Sie mehr über unseren 3D-Modellierungsprozess
Die Grenzen physischer Orte überwinden
Und genau da stößt die traditionelle Produktion oft an ihre Grenzen.
Physische Drehorte sind teuer. Styling braucht Zeit. Nachdrehs sind kostspielig. Und jede neue Variante oder Kampagneneinrichtung erfordert zusätzliche Ressourcen.
Dadurch ergibt sich eine natürliche Obergrenze für die Anzahl der realistisch erstellbaren Umgebungen. Das bedeutet weniger Geschichten, weniger Perspektiven und weniger Interaktionsmöglichkeiten. 3D-Umgebungen hingegen heben diese Einschränkung vollständig auf.
Anstatt an einen einzigen Ort gebunden zu sein, können Sie mehrere Umgebungen für dasselbe Produkt erstellen. Sie können es beispielsweise in einer Stadtwohnung, einem Ferienhaus oder einem minimalistisch eingerichteten Raum platzieren, ohne etwas anderes als die Szene zu verändern.
Dies eröffnet neue Wege der Arbeit mit Inhalten.
Sie können die visuellen Inhalte an verschiedene Zielgruppen anpassen. Testen Sie, welche Umgebungen besser funktionieren. Skalieren Sie Ihre Kampagnen, ohne die Produktionskosten zu erhöhen.
Wenn die Vision stark genug ist
Denn letztendlich kaufen Menschen Möbel nicht einfach, um einen Raum zu füllen. Sie kaufen sie, um eine bestimmte Lebensvision zu verwirklichen. Wenn diese Vision stark genug ist, tritt der Aufwand, sie zu erreichen, in den Hintergrund. Selbst wenn die Möbel als Bausatz geliefert werden.